Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren

Die Wirkung des Pferdes auf den Menschen ist von hoher Intensität. Der Mensch wird ganzheitlich angesprochen: körperlich, emotional und sozial.
Darüber hinaus hilft Bewegung im Allgemeinen in eine Balance zu kommen -körperlich wie seelisch.

Das schreitende Pferd überträgt auf den Rumpf des Reiters etwa 100 dreidimensionale Schwingungsimpulse pro Minute -dies ist mit dem Bewegungsablauf des Menschen im Gehen nahezu identisch und schafft kein Krankengymnast.
So schenkt das Pferd in dem Moment, wo es den Menschen trägt, dem Rollstuhlfahrer vier gesunde Beine, dem Blinden zwei sehende Augen und macht in der Fortbewegung alle gleich.
Laut Dr. Liselotte Ölsböck fängt die Hippotherapie "dort an, wo andere Methoden aufhören."

Das "wortlose" Pferd besitzt eine große Feinfühligkeit für kleinste Ausdrucksnuancen, so dient es als Spiegel von Verhaltens- und Bewegungsmustern und konfrontiert damit,- ohne jedoch zu vor- oder verurteilen. Es fordert heraus und setzt ebenso Grenzen, auf eine ganz natürliche Art und Weise.
Das soziale Wesen Pferd wertet nicht, sondern reagiert auf jeden Menschen mit Offenheit, Neugier und auch Abgrenzung. Seine Reaktionen sind immer direkt und echt, und somit verlässlich und vertrauensbildend.
Das Getragenwerden, das Schaukelnlassen und die warme Nähe eines so großen Tieres, das allgemein hohes Ansehen und Bewunderung genießt, machen besonders therapiemüde Menschen offen für neue Bewegungs- und Beziehungserfahrungen. Das entstandende Vertrauen zum Pferd lässt sich insbesondere von Kindern oft leicht auf den begleitenden Menschen übertragen, denn das Pferd vertraut ihm auch und lässt sich von ihm führen. So kann das Pferd die Brücke bilden und ein eine Dreiecks - Verbindung entsteht, aus der fruchtbares hervorgehen kann.

Für Menschen, die lernen wollen,
mit sich, mit anderen Menschen und mit Pferden achtsam sowie selbst- und verantwortungsbewusst umzugehen,
neue Fähigkeiten zu entwickeln und neues Verhalten auszuprobieren

  • jeden Alters
  • mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen (Spastiken, Schädel - Hirn - Traumen, Haltungsschwächen, Unfallfolgeschäden, etc. )
  • mit Sprachentwicklungsstörungen
  • mit motorischen Schwierigkeiten und im Bereich der Sinneswahrnehmung
  • mit körperlichen, psychischen, sexuellen Gewalterfahrungen oder Problemen
  • in besonderen Stress- oder Krisensituationen
  • als einmalige Behandlung von sogenannten Schreibabys

Das Pferd bietet die Möglichkeit der gezielten Förderung in den Bereichen Wahrnehmung, Koordination, Psyche, Kommunikation und im sozialintegrativen Bereich und beinhaltet folgende Ziele:

  • Aufbau und Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
  • Schulung von Körperwahrnehmung und die Förderung eines positiven Körperbewusstseins sowie Geschicklichkeit und Gleichgewicht
  • Entwicklung von Kontaktfähigkeit und Aufbau vertrauensvoller Beziehungen
  • Erfahrungen neuer Bewegungsimpulse und Freude an der Bewegung
  • Erkennen und Ausdrücken eigener Bedürfnisse und Grenzen
  • Erleben von Wärme und Geborgenheit
  • Förderung von Entspannung und Loslassenkönnen
  • Die neuen Sinnesreize machen die eigene Lebendigkeit erfahrbar
  • Kenntnisse um das Herden- und Fluchttier Pferd und artgerechte Pferdehaltung
  • Und nicht zuletzt macht der Umgang mit dem Pferd, in der Natur und mit anderen, Spaß :-)

Nach Absprache ein- oder zweimal wöchentlich, in der Regel in Einzeleinheiten oder als Gruppe bzw. Schulklasse. Ausgangspunkt meiner Arbeit ist die jeweilige Lebenssituation und Bedürfnislage des Einzelnen. Dazu gibt es verschiedene Modelle:

Einzeln:

30 Minuten: 28,00
als heilpädagogische Einheit auf dem Pferd,
insbesondere für schwerstbehinderte Menschen oder Kinder im Alter bis 7 Jahre mit vorwiegend physischem Schwerpunkt

45 Minuten: 38,00

60 Minuten: 50,00
empfehlenswert als reguläre ganzheitliche Einheit, die umfassend Zeit bietet

In der Gruppe:

90 Minuten:  90,00
für Kindergartengruppen, Wohngruppen, Schulklassen u.ä.

Ein weiteres Feld ist die "Psychotherapie mit Pferden"